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Wie die Insel Poel entstand
In der Gegend um Wismar gibt
es kegelförmige
Anhöhen und weit hingestreckte Hügelketten.
An der Entstehung sollen einst die Riesen zwischen
Kröpelin und Wismar beteiligt gewesen sein. Sie
waren wegen ihrer Größe und Stärke
in ganz Mecklenburg bekannt. So haben sie einst die
Berge aufgeschüttet, tiefe Schluchten gegraben
und Teiche und Seen ausgeschaufelt.
Eines Tages beschlossen sie, die Ostsee zuzuschütten,
denn jedes Mal bekamen sie nasse Füße, wenn
sie mal schnell ihre Verwandten in Schweden und Finnland
besuchen wollen. Alle Riesen versammelten sich
an der Küste um Wismar herum und begannen, Erde
in ihre Schürzen zu schaufeln. Am Wasser angelangt,
wurde die Erde einfach ins Meer geschüttet. Sogar
die Kinder halfen mit. Sie waren richtig aufgeregt,
schlapperten alle durcheinander und wollten es
den Erwachsenen gleichtun. Dabei verloren sie hin und
wieder Sand.
Die kleinen Häuflein sahen dann oft
kegelförmig aus. So ging das geschäftige
Treiben einen ganzen Tag lang. Am Abend waren an der
Küste entlang schon kleine Landzungen und Winkel
zu erkennen. Zufrieden und müde legten sie sich
schlafen und kurz darauf hörte man sie laut schnarchen.
Mit Sonnenaufgang begann die Arbeit aufs Neue. |
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Am dritten
Tag bemerkte plötzlich ein Riese, dass sich genau
an der Stelle, von der er Sand wegnahm, eine Pfütze
bildete.
Er hockte sich hin und beobachtete, wie diese kleine
Pfütze
ein großer Teich wurde. Er überlegte - wenn
wir die Erde und den Sand hier wegnehmen und sich Seen
bilden, wo ist dann nachher unser Zuhause?
Er stand ganz
langsam auf, machte sich riesengroß und donnerte
seine Überlegungen heraus. Die anderen Riesen sahen
ganz erschrocken drein. Ihr Zuhause wollten sie nun auch
nicht verlieren! Da ließen sie den Sand aus ihren
Schürzen rieseln. Der größte der Riesen
warf daraufhin seinen Sand im hohen Bogen ins Wasser, streckte
den Fuß weit vor und trat noch einmal tüchtig
drauf. So soll die Insel Poel mit der Kirchsee entstanden
sein. |